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Johanna Teichmann
Advertising Research

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Soziodemografie versus Psychografie
Semiometrische Analyse am Beispiel von Biertrinkern

Soziodemografische Daten haben Vorteile: Sie sind leicht zu erheben, über einen langen
Zeitraum stabil und sie korrelieren in vielen Fällen mit Konsumvorlieben.
Doch sie haben auch Nachteile: Zum einen differenzieren sie zu wenig, denn es kann
vorkommen, dass zwei Personen unterschiedlicher Soziodemografie die gleiche Marke
verwenden. Zum anderen sind soziodemografische Eigenschaften nicht unmittelbar
verhaltensrelevant. Wir präferieren eine Marke nicht, weil wir weiblich oder männlich,
jung oder alt sind, sondern weil sie Werte repräsentiert, mit denen wir uns identifizieren
können.

Um herauszufinden, warum eine Marke oder ein Medienformat genutzt wird, muss eine
Zielgruppe psychografisch untersucht werden. Nur so können die Motive verstanden
werden, die sie zu Verwendern der einen und eben nicht einer anderen Marke machen.
Zusätzlich eröffnet dies die Möglichkeit, Media-Empfehlungen für Produktmarken
auszusprechen, indem nach Medienformaten gesucht wird, deren Nutzer eine zur Marke
adäquate Wertehaltung aufweisen.

An dieser Stelle folgt beispielhaft eine Betrachtung der Biermarken Holsten und Jever,
deren Nutzer eine nahezu identische soziodemografische Struktur aufweisen. Auf den
ersten Blick verspricht dies eine ähnliche Psychografie und damit ähnliche
Werbeumfelder. Doch eine psychografische Analyse mittels Semiometrie entlarvt diese
Folgerung als Fehleinschätzung.

Detaillierte Informationen
Soziodemografie - Psychografie [912 KB, PDF]
Weitere Informationen
TNS Infratest
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